
Werner Sejka ist ein unverzichtbarer Moderator im österreichischen und deutschen Fernsehen. Mit seinem Charme und nötigem Know-How verleiht er jeder Veranstaltung oder Sendung seine Würze.
Gerade während der EM war er im unermüdlichen Einsatz und moderierte täglich auf der Fanmeile und heizte so die Stimmung von bis zu 70.000 Fans an. Dennoch nahm er sich für meine neugierigen Fragen und den PromiCHeck Zeit.
Auch ihnen sollte dieser Mann nicht länger unbekannt sein.
Erzählen sie mir ihre aufregendsten und erfolgreichsten Stationen ihrer bisherigen Karriere
[Werner Sejka] Der 11.09.2001… Ich war zu dem Zeitpunkt Musikredakteur bei Radio MAX und für die komplette Musikabwicklung zuständig… Und plötzlich schwebte die Angst eines dritten Weltkrieges über uns allen, ich musste naturgemäß das komplette Musikprogramm umstellen, egal ob „Englishman in New York“, oder „The Winner takes it all“, Hunderte Radiosongs durften plötzlich nicht mehr on air gehen, es war eine unglaubliche Arbeit, das alles zu bewerkstelligen…
Wie gefällt ihnen die Kombination aus Quizshow am Vormittag und Europameisterschaft am Abend zu moderieren + Warum? Wie kommt man dazu?
[Werner Sejka] Während der Fanzone moderierte ich nicht live on air, zu sehen war eine im Vorfeld aufgezeichnete Sendung. Rein logistisch wäre das auch nicht möglich gewesen, die erste Moderation in der Fanzone war täglich bereits um 12 Uhr angesetzt.
Und zum Warum? Wurde vom Radio seinerzeit ins Fernsehen geholt (RTL2 Österreich) und blieb dabei. Parallel zu meinen On Air- und Coaching-Tätigkeiten (www.dreiviertel.at) baute ich auch sukzessive mein drittes Standbein Off Air (www.moderatorenpool.at) auf. Die Moderation der Fanzone Wien stellt diesbezüglich natürlich meinen größten bisherigen Off Air – Erfolg dar. Letztlich also alles ein Ergebnis konsequenter Arbeit, klingt komisch, ist aber so…;-)
Sie haben auch in Deutschland gearbeitet, in Relation zu Österreich welches Land bietet die besseren Jobs bzw. ist für sie interessanter?
[Werner Sejka] Die besseren Möglichkeiten bietet Deutschland. Ich denke, das liegt nicht nur an der Größe des Landes, sondern auch am generellen Umgang mit Privatmedien, bzw. auch an den weitaus größeren Erfahrungen diesbezüglich. Während der deutsche Markt schon lange in öffentlich-rechtlich und privat differenziert ist, gibt es in Österreich neben dem ORF (und der Kronen Zeitung) nicht allzu viele Medien, die wahrgenommen werden… Zudem denke ich, dass man sich hierzulande viel zu schnell mit Erreichtem zufrieden gibt, jeder der hier irgendwie in den Medien arbeitet, träumt von einem Job im ORF. Ich tue das explizit nicht. Nachdem ich schon lange für private Medien tätig bin, musste ich lernen „aus nichts WAS zu machen“, Kollegen beim ORF wirken auf mich manchmal dagegen so, als „würden sie aus WAS nichts machen können, dürfen oder wollen“ – was allerdings nur eine persönliche Einschätzung ist und keinesfalls mehr… Die Erfahrung in Deutschland mag ich auch dahingehend nicht missen, da das „über den Tellerrand schauen“ eine besondere Möglichkeit zur Weiterentwicklung und zur Reflexion darstellt.
Zu guter letzt funktionieren hier aber auch offenbar andere Mechanismen, jemanden zu kennen oder mit einem Politiker verwandt zu sein, stellt meistens jegliche Qualitätsansprüche außer Kraft. Das ist keine Latte an der ich mich messen lassen möchte, ich möchte mit Qualität Karriere machen oder an fehlender eben scheitern… Bloß jemanden zu kennen ist mir zu billig… Klingt scho wieder komisch, ist aber ebenfalls so…;-)
Vieles haben sie schon in ihren jungen Jahren erreicht, welche Ziele wollen bzw. wünschen sie sich noch zu erreichen?
[Werner Sejka] Das Erreichte ist immer Defintionssache, wo viel Licht da auch viel Schatten. Letztlich möchte ich mich aber stetig weiterentwickeln und das aus eigener Kraft. Möchte am Projekt „Austria 9 TV“ weiterarbeiten und mithelfen, vor und hinter der Kamera, diesen Sender über kurz oder lang zu etablieren.
Ab Mitte Juli werde ich parallel für Pro Sieben/9Live in München arbeiten, auch da möchte ich mich stabilisieren und neue Optionen finden und zu guter letzt möchte ich meiner Frau ein besserer Partner sein… Ich bin leider sehr viel unterwegs…

Wie lebt ein Werner Sejka privat?
[Werner Sejka] Sehr unspektakulär. Genieße und nehme mir Zeit für mich indem ich viel lese und auch mal völlig still bin und mich darüber, im Ernst, freue.
Genieße Zeit mit meiner Partnerin und meinen engsten Freunden, etwas Sport muss auch sein. Und, wir haben Haus gebaut, da ist noch viel zu tun, bis es so richtig fertig ist…
Ich bin...
Werner Sejka...:-)
Diese Charakterzüge machen mich aus..
… kenne meine Stärken, aber noch viel genauer meine Schwächen…
Besonders an mir mag ich...
… dass ich nicht vergesse, dass ich beruflich das tun kann, das ich wirklich will und vielleicht nicht jeder soviel Glück hat…
Besonders an mir mag ich...
… dass ich nicht vergesse, dass ich beruflich das tun kann, das ich wirklich will und vielleicht nicht jeder soviel Glück hat…
Überhaupt nicht an mir mag ich.......
… dass ich selten Ruhe finde und mich mit Erreichtem nicht gerne zufrieden gebe…
Wenn ich einen Menschen tot/lebendig treffen könnte....
… Winston Churchill, Ludwig van Beethoven oder Martin Luther…
Meine bisherige größte Sünde war/ist...
… das können Frauen besser beurteilen…
Mein schönster Moment ...
…kommt noch, sonst würde es langsam langweilig werden, hab ja hoffentlich noch ein wenig zu leben…
Am traurigsten war ich zuletzt als....
… der FC Bayern München im UEFA Cup an Zenit St. Petersburg scheiterte…
Herzhaft lachen kann ich....
… über mich selbst und über Alfred Dorfer…
Freunde ...
… sind Familie und Zuhause in einem…
Viel Geld gebe ich aus für...
… meine Frau…:-)
Essen könnte ich ständig...
… italienisch…
In meinem Kühlschrank fehlt niemals...
… Milch… brauche Kaffee zum Leben…
Schwach werde ich bei...
… guter Musik …
Erotisch finde ich...
… Frauen, die wissen, dass sie Frauen sind…
Wenn ich kein Moderator geworden wäre, dann...
… na jo… Rechtsanwalt oder Berufsoffizier…:-)
Ein Tick von mir...
… Uhr und Gürtel müssen stets auf mein Outfit abgestimmt sein…
Unverzeihlich finde ich...
… wenn mich jemand anlügt…

Mein letztes Hemd würde ich hergeben für...
… den, der mich darum bittet…
Ich bin hier auf dieser Erde um…
… ein sparsames Auto mit Partikelfilter zu fahren…
Mein Tipp für die Europameisterschaft (war)…
… äh, Spanien…:-)
Vielen Dank Werner Sejka